Neue Märkte versteht man am besten vor Ort. Ende August war IDT deshalb mit einer Wirtschaftsdelegation der IHK Chemnitz in Mosambik. Auf der FACIM, Mosambiks größter internationaler Handels- und Industriemesse, bei Unternehmensbesuchen und in Gesprächen mit Wirtschaft und Politik ging es nicht nur darum, Kontakte zu knüpfen. Entscheidend war, besser zu verstehen, was den Markt bewegt, welche Anforderungen Unternehmen vor Ort haben und wo konkrete Anknüpfungspunkte entstehen.
Mosambik ist dabei nur ein Beispiel für einen Weg, den wir auch in anderen Märkten gehen: erst verstehen, dann Geschäft entwickeln.
Nähe zum Markt lässt sich nicht ersetzen
Internationalisierung bedeutet für uns nicht, möglichst viele Länder auf einer Karte zu markieren. Ein interessanter Markt, eine wachsende Industrie oder ein konkretes Projekt sind zunächst nur ein Ausgangspunkt. Damit daraus belastbare Geschäftsbeziehungen entstehen, braucht es Marktkenntnis, lokale Kontakte und Partner – und vor allem persönliche Präsenz.
Internationales Geschäft entsteht nicht dadurch, dass man einen Markt auf dem Papier attraktiv findet. Man muss vor Ort sein, zuhören und verstehen, wie Kunden und Partner arbeiten. Erst dann sieht man, wo wirklich Geschäft entstehen kann.
Digitale Kommunikation erleichtert die internationale Zusammenarbeit erheblich. Sie ersetzt aber nicht das Gespräch vor Ort. Gerade wenn Beziehungen erst entstehen, müssen wir verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden, welche Anforderungen Kunden haben und welche Rolle lokale Strukturen und Partner spielen. Auch für Matthias Muehl bleibt der persönliche Austausch ein entscheidender Faktor in der internationalen Zusammenarbeit.
Was der Mittelstand international einbringen kann
Gerade international sind kurze Entscheidungswege ein Vorteil. Wir können auf unterschiedliche Anforderungen reagieren, Entscheidungen schnell treffen und Lösungen gemeinsam mit Kunden und Partnern weiterentwickeln. Gleichzeitig bleiben persönliche Beziehungen entscheidend – besonders dort, wo wir einen Markt erst kennenlernen.
Das heißt nicht, dass jeder neue Markt schnell erschlossen werden kann. Im Gegenteil. Manche Beziehungen und Geschäftsmöglichkeiten müssen wachsen. Entscheidend ist, auf unterschiedliche Anforderungen pragmatisch reagieren zu können und gleichzeitig verlässlich zu bleiben. Geschwindigkeit, Flexibilität und Kundennähe sieht IDT dabei als wesentliche Stärken eines mittelständischen Unternehmens.
Warum persönliche Nähe, Flexibilität und kurze Entscheidungswege für uns eine wichtige Rolle spielen, erzählen Philipp Leiding und Matthias Muehl auch im Interview „Was macht den Mittelstand stark?“
Von Mosambik in weitere Märkte
Aus ersten Kontakten in Mosambik sind Gespräche entstanden, die wir nun weiterführen. Gleichzeitig ist Mosambik nur eine Station unserer internationalen Aktivitäten. In den kommenden Monaten führen uns weitere Termine und Gespräche nach Europa, Afrika, Asien und in den Nahen Osten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt derzeit auf den Vereinigten Arabischen Emiraten, unter anderem mit dem Besuch der ADIPEC in Abu Dhabi und einer gezielten Erkundung des Marktes.
Nicht jeder dieser Märkte ist gleich. Genau deshalb geht es für uns nicht darum, ein internationales Erfolgsrezept von einem Land auf das nächste zu übertragen. Wir wollen verstehen, wo unsere Lösungen und unsere Erfahrung gebraucht werden, welche Anforderungen vor Ort gelten und mit welchen Partnern sich daraus langfristig Geschäft entwickeln kann.
Sie sind ebenfalls international unterwegs oder sehen Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit? Sprechen Sie mit uns.